Russische Nachtmusik

Glinka Trio

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Drei in Berlin lebende, klassisch ausgebildete Musikerinnen, ursprünglich beheimatet in der Ukraine, in Russland und Kasachstan, verbindet nicht nur die russische Sprache. Sie lassen ihre unterschiedlichen Kulturen auch miteinander in eine ganz persönliche, russisch geprägte Musiksprache einfließen. Glinkas stilprägender Einfluss als „Vater der russischen Musik“ spielt, wie der Trio-Name bereits vermuten lässt, eine nicht unerhebliche Rolle bei der Auswahl des  Repertoires und seiner Interpretationsweise. Es umfasst neben der Klassik Romanzen und stilisierte Volkslieder, lässt aber auch den russischen Tango, einst gesungen von populären Interpreten wie Leonid Utjossow oder Pjotr Leschenko, eindrucksvoll aufleben.

Die Pianistin Alina Pronina, in der Ukraine geboren, studierte am R. M. Gliere-Conservatorium in Kiew, machte ihr Diplom in der Klasse von Prof. G. Iwanzowa an der “Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin” und schloss ihr Studium mit einem Konzertexamen ab. Sie besuchte Meisterkurse bei D. Joffe, N. Fischer, B. Goetzke und L. Berman, wurde Preisträgerin mehrerer nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe. In St. Petersburg, Russland, gewann sie 1995 den Wettbewerb “Tradition und Gegenwart” und in Worsel, Ukraine, 1999 “Kunst des 21. Jahrhunderts”. Außerdem wurde sie Preisträgerin bei den Internationalen Wettbewerben 2002 für junge Pianisten in Ettlingen und 2006 für mehrhändiges Klavierspiel in Marktoberdorf. Zahlreiche Auftritte führten sie als Solistin und in kammermusikalischer Besetzung außerhalb Deutschlands nach Österreich, Italien, Israel, China, Griechenland sowie in die Ukraine, Schweiz und Vereinigten Arabischen Emirate. Seit 2009 arbeitet sie als Pianistin am Staatsballett Berlin.
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Maria Bogdanova, in Russland geboren, studierte Mandoline in Moskau und Hamburg. Ihr Interesse für Alte Musik führte sie zu Studien und Meisterklassen für Barockmandoline bei Joachim Held und Ugo Orlandi. Nach dem Studium ging sie für ein Jahr nach Griechenland, wo sie für das „Puckled String Orchestra of the Municipality of Patras“ engagiert wurde und Erfahrungen in Orchesterleitung, CD-Aufnahmen und Unterrichten sammelte. Jahrelange Konzerttätigkeit verband sie mit der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“. Die Zusammenarbeit mit Sinfonieorchestern und Opernhäusern (u.a. Berliner Philharmoniker, Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper Berlin) führte sie nach Frankreich, Österreich, Spanien, in die Schweiz, nach Japan und in die USA. Zur Zeit ist die Mandolinen-, Mandola- und Domra-Interpretin als freischaffende Künstlerin tätig.
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Helena Goldt
siehe Biografie